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Drei Sommer hat es gedauert, bis der Garten auf der Ostseite des Wohnheims vom Staatlichen Bauamt Augsburg an das Bayernkolleg übergeben wurde und betreten werden durfte - und drei Winter, bis dort schließlich eine gemeinsame Gestaltung angegangen werden konnte. Zwar wurden im August 2022 dort einige Tische und Stühle sowie ein paar Pflanzenkübel aufgestellt. Aber erst am 2.5.23 war es wirklich soweit: Eine Bewohnergruppe „Gartengestaltung“ konstituierte sich und schritt auch sogleich zur Tat, indem einige Himbeer- und Johannisbeersträucher gemeinsam in der Nähe des Grillplatzes gesetzt wurden.
Der zweite Streich, nämlich der gemeinsame Bau eines Hochbeetes für Gemüse und Kräuter, konnte dann - mit abiturbedingter Verzögerung - am Montag nach den Pfingstferien umgesetzt werden (nach umfangreichen konzeptionellen und Zusäge-Vorarbeiten durch Herrn Steigenberger, dem an dieser Stelle nochmals besonders gedankt sei!). Zwölf wackere Bewohnerinnen und Bewohner schraubten, hämmerten und schaufelten den ganzen Nachmittag bis zum frühen Abend des 1. Schultages nach den Pfingstferien. Das Resultat ist ein geräumiges Hochbeet mit jeder Menge Platz für Salat, Gemüse, Kräuter & Co. Alle Bewohner können hier künftig etwas ernten und auch neue Pflanzen einsetzen.
Jetzt wird es aber zunächst darauf ankommen, unser Hochbeet ganz regelmäßig zu gießen und zu pflegen. Dafür wird es einen rotierenden Bewohnergießdienst geben - und im nächsten Schuljahr einen Wahlkurs in Bio, der Nachhaltigkeitsthemen im schulischen Umfeld bearbeiten wird und auch den Wohnheimgarten weiterentwickeln soll. Der Hochbeetbau war jedenfalls schon einmal eine erste schöne „GroßAktion“ zum Thema „Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein“ im Wohnheim, die nach meiner Wahrnehmung auch die Wohnheimgemeinschaft gefördert und gestärkt hat. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben und das Projekt auch weiterhin unterstützen wollen!!!
Florian Thron

Wir hatten die Ehre, Canzone 11, ein renommiertes Vokalensemble und 1. Preisträger im bayerischen Chorwettbewerb 2022, bei uns zu Gast zu haben. Unter dem Titel "Frühlingskost" wurde an diesem Abend nicht nur der Konzertsaal zum ersten Mal bespielt und besungen, wir konnten auch erstmals zahlreiche Gäste in diesem wunderschönen, renovierten Saal begrüßen.
Canzone 11 unter der Leitung von Tanja Wawra präsentierte uns stimmlich, musikalisch und literarisch sehr abwechslungsreiche Frühlingskost. Mit „Fröhlich, zärtlich, lieplich und kärlich“ durften wir sogar eine von Bernhard Zink komponierte Uraufführung genießen. Mareike Tiede moderierte gekonnt und ergänzte durch einfühlsam präsentierte Gedichte und Texte in unglaublicher Leichtigkeit diesen Frühlingsabend.

Das Ensemble unter der Leitung von Tanja Wawra.
Wir, das Publikum, lauschten gebannt und freuten uns über die “Frühlingskost” und den schönen Abend. Wir, die Schulgemeinschaft, freuten uns zudem über den sehr gelungenen Start in hoffentlich noch viele kulturelle Highlights an unserem Bayernkolleg Augsburg.

Die Moderatorin und künstlerische Sprecherin Mareike Tiede
Frühling, ja, du bist’s, dich haben wir vernommen!
Ilse Pröbstl, Sibylle Geßler
Mit Neugier ins Ungewisse! Alles Fremde ist willkommen!
Mit diesem Motto könnte der diesjährige Kulturtag am Bayernkolleg Augsburg überschrieben werden.

Nach einer kleinen Begrüßung des Schulleiters Dr. Killgus und einer anschließend herzlich nostalgischen und ermutigenden Rede des Gastredners Kurt Idrizovic über seine Zeit am Bayernkolleg, die Bedeutung, die das Kolleg für ihn hatte und noch immer hat und auch über seine Einstellung zur Fremde, zum Ungewissen – illustriert durch ein Gedicht von Berthold Brecht - ging es für die Schüler weiter, zu neuen Erfahrungen…
Sowohl einzelne Lehrer als auch Schüler stellten ihre besonderen Fähigkeiten oder auch Aspekte ihrer Herkunft vor, bildeten Workshops und leiteten die Schüler darin an.
Wer sich für Sprachen, internationales Essen oder auch aktivere Tätigkeiten, wie Tanzen oder gar Alphornspielen begeistern kann, für den war mit Sicherheit was dabei!
Mit großer Freude versuchten die Schüler in Griechisch zu zählen, auf Arabisch oder Persisch ihre Namen zu schreiben, eine kleine Unterhaltung auf Französisch zu führen oder in Chinesisch erstmals mandarinische oder kantonische Worte zu „zeichnen“ und ihre Zusammensetzung zu verstehen.
Wer hätte gedacht, dass sich das Zeichen für Erfolg aus einer Kombination der Zeichen für Arbeit und Kraft zusammensetzt? Das ist ja fast schon physikalisch! Und die Kombination für Träne? Genau, aus Wasser und Auge.
Am Ende gelang es den meisten Schülern ein paar Sätze in den vorgestellten Sprachen zu sprechen, eine kleine, inszenierte Unterhaltung zu führen oder einfach ihren Namen zu schreiben. Das ist doch was! All dies zeigten Sie in der Plenumsveranstaltung, zudem konnte man hier den anrührenden Dankesworten, Gedichten und sogar einem Rocksong lauschen, die von ukrainischen Schülerinnen und Schülern in ihrer Landessprache vorgetragen wurden.
Zum krönenden Abschluss versammelten sich alle zu einem gemeinsamen, internationalen Essen aus den verschiedensten mitgebrachten Köstlichkeiten, saßen zusammen und unterhielten sich lachend über die an diesem Tag gemachten Erfahrungen.
Sophia Spalt, Klasse 1B